24. Hessischer Mobilitätskongress

Land in Bewegung – wie gelingt Mobilität auf dem Land, die alle mitnimmt?

Der Hessische Mobilitätskongress schlägt in diesem Jahr andere Wege ein und verwandelt das House of Logistics and Mobility (HOLM) mit den Expert-Sessions in eine dynamische Workshop-Landschaft. 

Statt klassischer Vortragsformate erwarten Sie Themeninseln, an denen Sie in wechselnden Kleingruppen die Mobilität im Ländlichen Raum verstehen, diskutieren und Lösungsansätze skizzieren können. Ein Kurzimpuls einer Expertin oder Experten gibt dazu jeweils den Auftakt.  

So wird aus Beobachtung Mitgestaltung! 

Keyvisual des 24. Hessischen Mobilitätskongresses

Programm

Wir geben den Rahmen, das Programm gestalten Sie! 

Beim Check-In haben Sie die Möglichkeit, Ihren individuellen Programmablauf zu gestalten. Wählen Sie beim Check-In am Veranstaltungstag aus acht verschiedenen Expert-Sessions vier aus, zu denen Sie im Laufe des Tages Erfahrungen teilen, diskutieren oder lernen möchten.

9:45 Uhr | EINLASS

10:00

Check-In & Networking

10:45

Eröffnung durch die Moderatorin Carina Bastuck

Begrüßung durch den hessischen Wirtschafts- und Verkehrsminister und stellvertretenden Ministerpräsidenten Kaweh Mansoori

11:15

Einführung in das Veranstaltungsformat

11:30

KEYNOTE

Knut John, Beauftragter für ländliche Räume des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum

12:00

Erste Runde Expert Sessions

12:45

Zweite Runde Expert Sessions

13:30 Uhr | MITTAGSPAUSE

14:30

Dritte Runde Expert Sessions

15:15

Vierte Runde Expert Sessions

16:00

ABSCHLUSS IM PLENUM

17:00 Uhr | ENDE

Die Expert-Sessions

In den Expert Sessions diskutieren Sie nach einem kurzen Impuls, sammeln Herausforderungen, Lösungen und Anregungen zum jeweiligen Thema.

Logistik auf dem Land: Wie lassen sich wirtschaftliche Entwicklung und zuverlässige Versorgung miteinander verbinden?

Gemeinsam mit Prof. Dr. Axel Wolfermann (Hochschule Darmstadt) und Kolja Fichtner (Transprimus GmbH) werden Sie die unterschiedlichen Perspektiven auf die Herausforderungen und Chancen einer leistungsfähigen Logistik- und Versorgungsstruktur im ländlichen Raum beleuchten.

Prof. Dr. Axel Wolfermann richtet den Blick insbesondere auf die übergeordneten strukturellen und planerischen Fragestellungen. Dabei geht es um die Frage, wie die Versorgung einer alternden Bevölkerung und von Menschen ohne eigenes Auto sichergestellt werden kann, wenn wohnortnahe Einzelhandelsstrukturen und Dienstleistungsangebote zunehmend wegfallen. Welche Rolle spielen dabei die Kommunen und welche Lösungsoptionen ergeben sich aus planerischer und kommunaler Sicht? Auch wird adressiert, ob Logistik eine Chance für die Ansiedlung neuen Gewerbes und die Stärkung der regionalen Wirtschaft darstellt oder ob sie vor allem Belastungen verursacht, ohne einen ausreichenden lokalen Nutzen zu schaffen. Dabei wird der Trend zu immer größerer Logistikflächen und die Frage, welche Bedeutung bi- und trimodal erschlossene Standorte künftig haben, berücksichtigt.

Kolja Fichtner ergänzt diese Perspektive mit einem praxisorientierten Blick. Im Mittelpunkt steht dabei die wirtschaftlich tragfähige Versorgung des ländlichen Raums und konkrete Ansätze, mit denen sich bestehende Herausforderungen bewältigen lassen. Thematisiert werden unter anderem Kooperationen zwischen Unternehmen, Transportbündelungen, der Aufbau und die Stärkung regionaler Strukturen sowie die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Kommunen. Dabei kann Kolja Fichtner insbesondere Erfahrungen aus der betrieblichen Praxis und eine nordhessische Perspektive einbringen.

Durch die Verbindung der wissenschaftlich-planerischen Perspektive von Prof. Dr. Axel Wolfermann mit der praktischen und unternehmerischen Sicht von Kolja Fichtner entsteht ein vielseitiger Austausch darüber, wie Logistik im ländlichen Raum zukunftsfähig gestaltet werden kann – wirtschaftlich tragfähig, kommunal sinnvoll und mit Blick auf die Sicherung der Versorgung vor Ort.


Wo Sie die Experts finden:

Kolja Fichtner: Session 1
Prof. Dr. Axel Wolfermann: Session 2

Autonome On-Demand-Mobilität: Die nächste Generation ÖPNV. Was müssen Aufgabenträger und Verkehrsunternehmen heute schon vorbereiten?

Diskutieren Sie gemeinsam mit Sofia Pavlakis und Thorsten Möginger (rms GmbH), wie sich Aufgabenträger und Verkehrsunternehmen heute auf autonome Verkehre vorbereiten können.

Nach einem kurzen Impuls aus dem Projekt KIRA bearbeiten Sie zentrale Handlungsfelder – von Zielbild, Finanzierung und Genehmigung über Infrastruktur, Fahrzeuge und Betrieb bis zu Organisation und Kommunikation.

Gemeinsam priorisieren Sie konkrete nächste Schritte und halten die wichtigsten Ergebnisse fest. 


Wo Sie die Experts finden:

  • Thorsten Möginger: Session 3
  • Sofia Pavlakis: Session 4

Land lädt auf: Wir planen zusammen öffentliche Ladeinfrastruktur. Wie entstehen tragfähige Konzepte von der Bedarfsermittlung bis zum Standort?

Zu Beginn geben zwei Experts Einblicke in unterschiedliche Aspekte der Ladeinfrastruktur:

Während Judith Kreutzer (Stadt Oberursel) die Erarbeitung des Ladeinfrastrukturkonzepts in Oberursel anhand des Projektverlaufs sowie der dabei aufgetretenen Herausforderungen vorgestellt, beleuchtet Volker Gillessen (ecolibro GmbH) die zentralen Grundlagen und Rahmenbedingungen für den Aufbau kommunaler Ladeinfrastruktur.

Anschließend erarbeiten Sie praxisnah die Entwicklung eines Ladeinfrastrukturkonzepts – von der Bedarfsermittlung (z. B. E-Auto-Bestand, Haushaltsstruktur, POIs) über die Flächensuche und Standortbewertung, bis hin zur Ausschreibung. Anhand von Praxisbeispielen, interaktiven Diskussionen und einem Stadtplan-Workshop werden Herausforderungen, lokale Einflussfaktoren und geeignete Standortstrategien gemeinsam erarbeitet.

Bei dieser Session spielen zwei wichtige Aspekte eine Rolle: der Praxisbezug und die Vernetzung, sowie der Erfahrungsaustausch untereinander.


Wo Sie die Experts finden:

Volker Gillessen: Session 5
Judith Kreutzer: Session 6

E-Busse im Einsatz: Was bedeutet die Elektrifizierung einer Busflotte für Betriebshof, Tourenplanung und Personal?

Melissa Dvorschak (HEAG mobiBus GmbH) und Ulrich Erven (Landesinitiative Strom bewegt) bringen Sie auf Touren: Nach einem kurzen Intro mit Infos zum Hochlauf der Elektrifizierung des ÖPNV, sind Sie an der Reihe.

Ihre Aufgabe wird es sein, die Elektrifizierung einer Busflotte von 50 Solo-Diesel-Bussen zu planen. Die gesamte Flotte soll in den nächsten fünf bis zehn Jahren elektrifiziert werden. In der Rolle der Projektmanagerin bzw. des Projektmanagers überlegen Sie, welchen Weg Sie für diese Umstellung einschlagen würden und welche wichtigen Arbeitspakete dabei für einen Busbetreiber berücksichtigt werden müssen. Entwickeln Sie auf dieser Grundlage eine geeignete Strategie für die schrittweise Elektrifizierung der Flotte und diskutieren Sie mit Melissa Dvorschak und Ulrich Erven.

Das Ziel dieser Aufgabe besteht darin, dass Sie grundlegendes Wissen über die Elektrifizierung von Buslinien erwerben und gleichzeitig von den Ideen und dem Praxiswissen der anderen Teilnehmenden profitieren.


Wo Sie die Experts finden:

Ulrich Erven: Session 7
Melissa Dvorschak: Session 8

Jedes Dorf, jede Stunde: Utopie oder Mindeststandard? Wie kann ein attraktiver und verlässlicher ÖPNV im ländlichen Raum aussehen?

Diskutieren Sie mit Luisa Neurath und Martin Weißhand (NVV – Nordhessischer VerkehrsVerbund), wie sich der Stundentakt auf dem Land umsetzen lässt.

Nach einem kurzen Input erarbeiten Sie spielerisch unter Anleitung, wie die Mobilitätsbedürfnisse im ländlichen Raum aussehen, wie mehr Menschen für den Umstieg überzeugt werden können und wie ein attraktiver ÖPNV auf dem Land geplant werden kann.


Wo Sie die Experts finden:

Luisa Neurath: Session 9
Martin Weißhand: Session 10

30 Jahre Regionalisierung in Hessen: Eine Erfolgsgeschichte? Was hat sich bewährt, was braucht der ÖPNV künftig?

Bitte einsteigen! Wir machen eine Zeitreise: Vor 30 Jahren übertrug der Bund die Verantwortung für den Personennahverkehr auf die Länder. Seitdem hat sich viel getan – beim Streckennetz, im Tarifsystem, auf Bahnhöfen und in den Zügen. Wir schwelgen kurz in Nostalgie, um dann die Weichen für die Zukunft zu stellen. Kai Daubertshäuser (RMV), Thorsten Fromm (RMV),  Sarah Schmidt und Martin Lometsch (NVV) geben Einblicke in die spannendsten Projekte ihrer Verkehrsverbünde.

Dann sind Sie gefragt: Was bringen die nächsten 10, 20 oder 30 Jahre? Wie soll und kann sich der ÖPNV weiterentwickeln? Worüber werden wir uns in 30 Jahren wundern, was heute noch gilt?


Wo Sie die Experts finden:

Kai Daubertshäuser & Thorsten Fromm: Session 11
Sarah Schmidt: Session 12

Wenn das Ausflugsziel zum Nadelöhr wird: touristische Mobilität neu denken. Wie gelingt eine attraktive Anreise und Fortbewegung ohne eigenes Auto?

Planen Sie gemeinsam mit Angela Eisenblätter (Regionalmanagement Nordhessen) und Claus Günther (Edersee Touristik) und anderen Teilnehmenden einen Ausflug oder ein ganzes Wochenende rund um das Thema Wandern.

Zu Beginn wird Ihnen die GrimmHeimat NordHessen und ihre vielfältigen Regionen – wie zum Beispiel den Edersee, das Frau-Holle-Land oder den Habichtswald – kurz vorgestellt. Sie erhalten dabei einen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten für Ausflüge und Wanderungen sowie gegebenenfalls Hinweise auf digitale Tools, die Sie bei der Planung unterstützen können.

Anschließend geht es an die konkrete Planung: Entwickeln Sie gemeinsam mit den anderen Teilnehmenden ein komplettes Wanderwochenende – von der Anreise über die Übernachtung und die Mobilität vor Ort bis hin zur Auswahl geeigneter Ausgangspunkte und Wanderrouten.

Die Experts sind gespannt auf Ihre Ideen und darauf, welche Herausforderungen sich bei der Planung ergeben und welche kreativen Lösungen Sie dafür finden.


Wo Sie die Experts finden:

Angela Eisenblätter: Session 13
Claus Günther: Session 14

Zwischen Feldweg und Bundesstraße: Wie fährt der Radverkehr von morgen?

Nicole Sude und Gabriele Garthe (Landkreis Waldeck-Frankenberg) sowie Eva Schecker und Franziska Knaack (Landkreis Groß-Gerau) wollen den Radverkehr voranbringen.

Ihre Mission: Erarbeiten Sie eine Strategie, wie der Radverkehr qualitativ und quantitativ weiterentwickelt werden kann– sicher, attraktiv und zukunftsfähig.

Die Expertinnen nehmen Sie mit in ihre Landkreise, zeigen woran sie arbeiten und wo noch Knackpunkte bestehen. Dann geht es zusammen mit Ihnen in die Planung: Was kann man tun, damit noch mehr Menschen auf das Rad umsteigen, wie plant man attraktive Radwege, wie lassen sich touristische Radrouten mit Alltags-Radwegen kombinieren? Ihre Ideen sind gefragt.


Wo Sie die Experts finden:

Nicole Sude und Gabriele Garthe: Session 15
Eva Schecker und Franziska Knaack: Session 16

Wo finde ich die Sessions?

FAQ’s – Häufig gestellte Fragen

Ein interaktives Netzwerk-Format, das die Formate eines World Cafés und eines Barcamps verbindet: die Expert Sessions.  

Es gibt keine klassischen Vortragsreihen, sondern Kleingruppen-Sessions, in denen Sie sich austauschen und diskutieren.

Dein per­sön­li­ches Pro­gramm stellst du dir am Mor­gen di­rekt vor Ort zu­sam­men:

1. Check-In: Du er­hältst dein Na­mens­schild und füllst es aus.
2. Ses­si­ons aus­wäh­len: An vier Check-In Boards – eines für jede Runde – siehst du die ver­füg­ba­ren Ses­si­ons und wählst deine Fa­vo­ri­ten.
3. Sti­cker neh­men: Für jede ge­wähl­te Ses­si­on nimmst du den pas­sen­den Sti­cker vom Board und klebst ihn auf dein Na­mens­schild.
4. Fer­tig ist dein Ta­ges­plan: Deine vier Sti­cker zei­gen dir den gan­zen Tag, wann es für dich wohin geht.

Sie planen Ihren Tag. Direkt beim morgendlichen Check-In wählen Sie an unserer Check-In-Wand Ihre vier Wunsch-Stationen aus und kleben sich Ihren persönlichen Fahrplan auf Ihr Namensschild.

Im Anschluss an die Expert-Sessions findet im gemeinsamen Plenum eine Abschlussrunde statt, in der alle Expertinnen und Experten Ihre Sessions zusammenfassen. In der Abschlussrunde ist Raum, besonders interessante Punkte noch einmal aufzugreifen und zu diskutieren.

Nein. Die inhaltlichen Impulse werden von gesetzten Themenexpertinnen und -experten an den jeweiligen Tischen geliefert.

Aber: Bringen Sie Ihre alltäglichen Herausforderungen, Fragen und Ihr Praxiswissen mit. Das Format lebt davon, dass alle Teilnehmenden zu „Teilgebenden“ werden. 

Aufnahme auf die Warteliste

Sehr geehrte Damen und Herren,

leider sind alle Plätze belegt.

Über dieses Formular können Sie sich jedoch verbindlich auf die Warteliste zum
24. Hessischen Mobilitätskongress in Frankfurt am Main setzen lassen.

Haben Sie hierzu Fragen?
Dann schreiben Sie uns gerne eine Nachricht an mobileshessen@htai.de.

Anrede *
Wie werden Sie zur Veranstaltung anreisen? *

Foto- und Videoaufnahmen

Im Rahmen der Veranstaltung erstellen wir Foto- und Videoaufnahmen, die für die Öffentlichkeitsarbeit verwendet werden (z. B. Website, Social Media). Stimmen Sie der Aufnahme und Verwendung von Bild- und Videomaterial zu? *

Verbindliche Aufnahme auf die Warteliste

Wenn angemeldete Personen ihre Teilnahme stornieren, werden die frei werdenden Plätze in der Reihenfolge des Eingangs der Wartelistenanmeldungen vergeben. Sie erhalten eine entsprechende Benachrichtigung per Mail.


*Pflichtfelder

Kontakt

Foto von Sandra Bardt

Sandra Bardt

Projektleiterin
Mobiles Hessen 2030