Montag, 14. Juni 2021

Nachhaltige Abfallentsorgung mit Wasserstofftechnologie

Der Weg für die Einführung der Wasserstofftechnologie in der Kasseler Abfallwirtschaft ist geebnet. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) bewilligt 1.338.750 Euro Fördermittel für die Beschaffung von zwei Fahrzeugen.

„Der kontinuierliche Ausbau der Fahrzeugflotte mit innovativen Antrieben ist ein wichtiger Beitrag zur Erreichung der städtischen Klimaziele. Mit der Einführung der Wasserstofftechnologie bei Abfallsammelfahrzeugen können weitreichende Reduzierungen von CO²- und Lärmemissionen erreicht werden“, lobt Verkehrs- und Abfalldezernent Dirk Stochla das Engagement der Stadtreiniger Kassel.

Bereits im September 2020 haben die Stadtreiniger die ersten Vorbereitungen für den Einsatz der neuen Technik bei Abfallsammelfahrzeugen getroffen. Zu dieser Zeit wurde ein konventionelles Abfallsammelfahrzeug mit allerhand Messtechnik im Stadtgebiet zur Datenaufzeichnung eingesetzt, um den spezifischen Energiebedarf, der sich aufgrund der topografischen Lage und der jeweiligen Anforderungen vor Ort ergibt, zu ermitteln. Mit den gesammelten Daten lässt sich jetzt die Anzahl der benötigten Brennstoffzellen für die neuen Abfallsammelfahrzeuge ermitteln.

Die neuen Fahrzeuge werden über Wasserstofftanks und jeweils zwei Brennstoffzellen verfügen. Diese Technik lässt sich entsprechend des Energiebedarfs modular ausstatten. Mit der elektrischen Energie, die durch die Brennstoffzellen aus Wasserstoff hergestellt wird, lassen sich der Antrieb und die Aufbaufunktionen der Fahrzeuge betreiben. Die Fahrzeuge sind somit umweltfreundlich und nahezu lautlos unterwegs.

„Den höheren Anschaffungskosten stehen eine erhöhte Energieeffizienz und eine längere Nutzungszeit gegenüber“, berichtet Dirk Lange, Betriebsleiter der Stadtreiniger Kassel. So verbrauche ein Wasserstoff-Sammelfahrzeug umgerechnet nur halb so viel Energie wie ein herkömmliches, konventionelles Abfallsammelfahrzeug. Die Lieferung der neuen Abfallsammelfahrzeuge erfolgt voraussichtlich im Herbst 2022.

Die Beschaffung der Fahrzeuge wird im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie gefördert – koordiniert durch die NOW GmbH und umgesetzt durch den Projektträger Jülich (PtJ).

Quelle: NOW GmbH



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