Freitag, 01. Juli 2022

Datenplattform: Die Mobilithek geht an den Start

Vom 1. Juli an bietet das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) einen neuen zentralen, einheitlichen und benutzerfreundlichen Zugang zu Mobilitätsdaten an: die Mobilithek.

 

Die Mobilithek löst das OpenData-Portal mCLOUD und den Mobilitäts Daten Marktplatz (MDM) als Nationalen Zugangspunkt für Mobilitätsdaten ab.

Volker Wissing, Bundesminister für Digitales und Verkehr: Wir brauchen mehr und bessere verfügbare Daten. Sie sind die Grundlage für digitale Geschäftsmodelle und Anwendungen, die das Leben der Menschen leichter machen. Daten helfen z.B. Lkw-Fahrern bei der Parkplatzsuche, Kommunen bei der klimaeffizienten Verkehrssteuerung und Pendlern bei der Planung des Fahrweges von der Haustür bis zur Arbeit – immer mit dem für sie jeweils besten Verkehrsmittelmix. Mit der Mobilithek starten wir jetzt eine Datenplattform, auf der Daten einfach geteilt werden können und zwar transparent, sicher und frei. Ab heute werden durch unsere Mobilitätsdatenverordnung dort u.a. Echtzeitdaten aus dem ÖPNV und von On-Demand-Verkehren eingespeist. Die Mobilithek ist damit die Plattform für Daten, die Deutschland bewegen.

Zu den Daten in der Mobilithek:

Ob Fahrplandaten, Verkehrsinformationen in Echtzeit oder Standorte von Leihfahrrädern: alle Informationen, die beispielsweise für Planung und Reisen durch Deutschland notwendig sind, können zukünftig dort zentral abgerufen und in Informationsangebote integriert werden. Klar ist aber auch: die Mobilithek ist selbst kein Auskunftssystem für Reisende und Verkehrsteilnehmende – sie schafft vielmehr die Grundlage, dass solche Dienste, z.B. verkehrsträgerübergreifende Mobilitätsapps, geschaffen werden können. Unser Interesse ist es, dass durch diesen zentralen Zugang zu Mobilitätsdaten, neue Mobilitätsangebote entwickelt werden, die individuell auf die Situation der Menschen passen und allen ein Mobilitätsangebot zu machen, das sie als Fortschritt empfinden.

Daten, die über die Mobilithek bereitgestellt werden, sind vor allem solche von besonderer verkehrspolitischer Bedeutung – etwa aus dem Bereich des öffentlichen Verkehrs (ÖV) oder mit Relevanz für die Straßenverkehrssicherheit. Daneben bietet die Mobilithek die Möglichkeit für den Datenaustausch mit individuellen Nutzungsrechten und eröffnet so insbesondere Start-Ups und Unternehmen einen einfachen Weg, um neue Geschäftsmodelle zu entwickeln und zu erproben Viele Daten in der Mobilithek werden offene Daten (Open Data) sein, die aufgrund des Open-Data-Gesetzes oder auf freiwilliger Basis einer freien Lizenz unterliegen und somit von jedem uneingeschränkt weiterverwendet werden können.

Zu den Funktionen der Mobilithek:

Die Mobilithek ist ab heute die zentrale Plattform für Daten aus dem Mobilitätssektor. Sie setzt Anforderungen aus den delegierten Verordnungen zur europäischen IVS-Richtlinie sowie des novellierten Personenbeförderungsgesetzes um. Die Mobilithek wird eine Cloud-basierte Infrastruktur mit einem Webportal, einer hoch performanten Unterstützung beim Austausch von Echtzeitdaten und einem digitalen Raum zur Entwicklung von datenbasierten Apps. Die Mobilithek wird kontinuierlich, agil weiterentwickelt und verbessert. In der ersten Stufe umfasst die Mobilithek die wichtigsten Funktionen, die es den datenbereitstellenden Organisationen erlauben, entsprechend der Mobilitätsdatenverordnung Datenangebote zu erfassen. Der Fokus liegt hierbei zunächst auf den Kernfunktionalitäten. Bis November werden alle Funktionen der Bestandsplattformen Mobilitätsdatenmarktplatz (MDM) und mCLOUD in der Mobilithek umgesetzt sein, sodass sie vollständig abgelöst werden. Im Februar 2023 werden Systemerweiterungen folgen wie bspw. der Abruf von Metadaten via API und die Möglichkeit mit Data Apps direkte Berechnung an den Daten durchzuführen. Ende 2023 wird dies durch Konnektoren des International Data Space (IDS) erweitert, um die Verknüpfung und den Datenaustausch mit dem Mobility Data Space zu ermöglichen.

Sie erreichen die Mobilithek ab dem 1. Juli unter folgender URL.

 

Quelle: Pressemitteilung des Bundesministerium für Digitales und Verkehr



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