Mittwoch, 10. März 2021

Hessen wird Vorreiter bei der klimafreundlichen dienstlichen Mobilität

Hessen stellt Fuhrpark auf klimafreundliche Fahrzeuge um und baut Ladestruktur für E-Fahrzeuge aus.

 

Die Landesregierung fördert im Rahmen der CO2-neutralen Landesverwaltung den Ausbau der Elektromobilität in ihren Dienststellen. „Hessen wird Vorreiter bei der klimafreundlichen dienstlichen Mobilität: Wir wollen schrittweise den Fuhrpark des Landes – wo immer möglich – auf Elektroantrieb umstellen und die Ladeinfrastruktur entsprechend ausbauen, so dass die allermeisten Dienstreisen unserer Beschäftigten emissionsfrei werden“, erklärten Hessens Finanzminister Michael Boddenberg und Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir heute in Wiesbaden.

Folgende Maßnahmen sind im Einzelnen geplant:

  • Unter Federführung des Hessischen Ministeriums der Finanzen werden bis zum Jahr 2030 alle Dienststellen des Landes vom Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH) bedarfsgerecht mit Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge ausgestattet. Ende 2020 waren bereits 242 Ladepunkte an 90 hessischen Behörden- und Verwaltungsstandorten installiert, weitere 57 Ladepunkte werden gerade errichtet. Nach derzeitigem Stand sind etwa 500 weitere Ladepunkte erforderlich. Bis 2025 werden zunächst bis zu 150 Ladestationen für E-Fahrzeuge jährlich an den Dienststellen des Landes installiert. Dafür stehen bis zu 18,5 Millionen Euro zur Verfügung. Im Jahr 2025 wird der erreichte Stand überprüft und das Ausbautempo gegebenenfalls angepasst.

  • Bis 2030 wird der komplette Fuhrpark der Landesverwaltung auf klima- und umweltfreundliche Fahrzeuge umgestellt. Voraussetzung dafür ist, dass für alle Einsatzzwecke von Landesfahrzeugen entsprechende Optionen mit klimafreundlichen Antrieben zu vertretbaren Konditionen erhältlich sind.

  • Bereits ab 2022 soll mindestens jeder zweite neubeschaffte Dienst-Pkw ein E-Fahrzeug im Sinne des Elektromobilitätsgesetzes sein. Im Jahr 2025 sollen die Zwischenergebnisse überprüft und die Quote so angepasst werden, dass das Ziel für 2030 erreicht wird. Das Hessische Finanzministerium und das Hessische Wirtschaftsministerium erarbeiten eine entsprechende Richtlinie, die bis Ende 2021 in Kraft gesetzt wird.

  • Bis zum Jahr 2030 werden die Dienststellen des Landes bedarfsgerecht mit Fahrrad- und Pedelec-Abstellanlagen ausgestattet, zu denen auch Ladestationen für Pedelecs gehören. Bis Ende 2023 werden 1.000 Fahrradabstellplätze an den Dienststellen des Landes errichtet.

  • Zusätzlich werden an den Dienststellen des Landes geeignete Stellplätze für Carsharing-Fahrzeuge durch das Hessische Wirtschaftsministerium ermittelt, mit Unterstützung des LBIH nutzbar gemacht und an Carsharing-Anbieter vergeben. Dort sollen bevorzugt klimafreundliche Fahrzeuge stationiert werden.

Bereits seit 2010 bezieht das Land flächendeckend Ökostrom für die Dienststellen des Landes, so dass die Betankung der E-Fahrzeuge klimaneutral möglich ist. Dazu tragen auch Photovoltaik-Anlagen bei, die über das Programm „COME-Solar“ errichtet werden. Der Fuhrpark des Landes umfasst rund 9500 Fahrzeuge, davon ca. 6200 Pkw.

Dazu erklärte Finanzminister Boddenberg: „Das Land hat ein umfassendes und sinnvolles Konzept erarbeitet, um in den kommenden Jahren massiv in die klima- und umweltfreundliche Mobilität seiner Beschäftigten zu investieren. Mit der schrittweisen Umsetzung des CO2-neutralen Fuhrparks werden wir dem Ziel der klimaneutralen Landesverwaltung ein großes Stück näherkommen. Das bedeutet auch, dass sich der heute noch vorhandene Bedarf an CO2-Kompensationsmaßnahmen deutlich verringern wird, denn durch den Umstieg auf einen weitestgehend CO2-neutralen Fuhrpark wird ein großer Teil der mobilitätsbedingten Emissionen unserer Verwaltung erst gar nicht mehr entstehen.“

„Ein großer Teil unserer Treibhausgasemissionen kommt aus dem Verkehr“, sagte Wirtschafts- und Verkehrsminister Al-Wazir. „Hessen will zeigen, dass Mobilität gleichzeitig komfortabel, leistungsfähig und klimafreundlich sein kann. Das erfordert vor allem ein intelligent vernetztes Verkehrssystem, das erfordert aber auch CO2-neutrale Antriebstechnologien. Die Landesregierung leistet ihren Beitrag, um ihnen zum Durchbruch zu verhelfen.“

 




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