Mittwoch, 23. Dezember 2020

Umfrage zu Corona und Mobilität

Weniger Menschen unterwegs / Kürzere Strecken als vor der Pandemie

Auch im Herbst waren weniger Menschen in Hessen unterwegs als vor dem Beginn der Corona-Pandemie. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Befragung zum Mobilitätsverhalten, die das Wirtschafts- und Verkehrsministerium in Auftrag gegeben hat. Die Befragung fand im Oktober, kurz vor dem „Lockdown light“ statt. Die Ergebnisse stellen wie schon bei einer ersten Befragung im Frühjahr eine Momentaufnahme dar. „Im Herbst verändert sich die Mobilität allein schon wegen des schlechteren Wetters. Aber in diesem Jahr waren es noch einmal weniger Wege, die zurückgelegt wurden, als sonst zu dieser Jahreszeit“, sagte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir zu den Ergebnissen der sogenannten MOBICOR-Studie des infas-Instituts. Statt drei Wegen wurden im Schnitt nur 2,4 Wege am Tag zurückgelegt.

„Die Strecken waren kürzer, auf lange Wege wurde also verzichtet. Da zeigt, dass auch vor dem Lockdown und ohne große Mobilitätsbeschränkungen viele Bürgerinnen und Bürger weniger unterwegs waren als in normalen Zeiten.“ Im Frühjahr zeigte sich neben dem starken Rückgang der Mobilität ein besonders starker Einbruch in der Nutzung von Bus und Bahn. Im Oktober stiegen wieder mehr Menschen in öffentliche Verkehrsmittel (7 Prozent), aber weiterhin deutlich weniger also in Vorkrisenzeiten (13 Prozent).

„Viele Bürgerinnen und Bürger weichen also weiterhin auf andere Verkehrsmittel aus. Wer aber kein eigenes Auto hat oder nicht im Homeoffice arbeiten kann, nutzt weiterhin Bus und Bahn“, so Al-Wazir. Darum sei es wichtig, für all diejenigen, die weiterhin mit dem ÖPNV unterwegs sind, das Infektionsrisiko gering zu halten, etwa durch verstärkte Hygienemaßnahmen, Durchsetzung der Maskenpflicht oder die Beibehaltung der Taktdichte.

„Unser Ziel ist eine erfolgreiche Verkehrswende, zu der ein attraktiver und klimafreundlicher ÖPNV gehört. Ich bin sicher, dass diejenigen, die wegen der Sorge vor einer Ansteckung aufs Auto umgestiegen sind, wieder für Bus und Bahn zurückgewonnen werden können, und deswegen müssen wir das Angebot sichern“, so Minister Al-Wazir. Auch deshalb stabilisiert das Land seit Beginn der Corona-Pandemie mit hunderten Millionen Bundes- und Landesmitteln die Verkehrsverbünde und unterstützt die kommunalen Verkehrsbetriebe. Deshalb arbeite das Land Hessen auch weiter an der Umsetzung der „Hessenstrategie Mobilität 2035“.

Die Umfrageergebnisse zur Nahmobilität würden zudem für mehr nachhaltige Mobilität sprechen: „Wenn die Menschen vor allem kurze Wege zurücklegen, sind Fahrrad und Zufußgehen für sie eine Option. Für die Zeit nach der Corona-Pandemie schlummert hier großes Potenzial, Pendelspitzen im Berufsverkehr zu entlasten. Darum stärken wir die Nahmobilität weiter mit unserer Nahmobilitätsstrategie und den dazu gehörenden Fördermaßnahmen“, so der Minister weiter.  

Die sogenannte MOBICOR-Studie wird durchgeführt vom infas Institut. Weitere Informationen zur Methodik und Ergebnissen finden Sie hier. 

 

Quelle: Pressemitteilung des Hessischen Ministeriums Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen




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