Montag, 16. November 2020

Neue Umgehungsstraße: Mehr Sicherheit, weniger Lärm

Der Bau der Ortsumgehung Büdingen/Büches im Zuge der Bundesstraße 457 ist fertiggestellt.

Der Bau der Ortsumgehung Büdingen/Büches im Zuge der Bundesstraße 457 ist fertiggestellt. Dies teilten das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur sowie das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen heute gemeinsam mit. Die knapp 3,5 Kilometer lange Umgehungsstraße führt südlich um den Ortsteil Büches. Ab sofort wird sich der Verkehr für den östlichen Ortsteil um mehr als die Hälfte verringern, für den westlichen Teil sogar um knapp 80 Prozent. „Die neue Ortsumgehung bedeutet für die Menschen im Ortsteil Büches weniger Lärm, bessere Luft und mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer. Die Autofahrerinnen und Autofahrer, die den Ortsteil nun umfahren können, werden zukünftig schneller unterwegs sein können“, sagte Verkehrsminister Tarek Al-Wazir. 

Steffen Bilger, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur: „Der Bund investiert zielgerichtet in die Straßeninfrastruktur in Hessen in einer nie dagewesenen Höhe. Ohne Mobilität keine Prosperität. Mit dem Bau der Ortsumgehung sorgen wir für mehr Verkehrssicherheit und Lebensqualität in der Region und stärken den ländlichen Raum. Es freut mich, dass die hessische Straßenbauverwaltung diese komplexe Baumaßnahme in 3,5 Jahren umgesetzt hat.“ 

Für die Umgehung südlich von Büches mussten nicht nur zahlreiche Flutdurchlässe, sondern auch Brücken über einen Rad- und Gehweg, über einen Hauptwirtschaftsweg sowie weitere Brücken über eine Bahnstrecke errichtet werden. Die Verbindung der B 521 mit der B 457 westlich von Büches erfolgt durch einen Kreisverkehr. Eine rund 100 Meter lange und bis zu 3,5 Meter hohe Lärmschutzwand entlang der neuen Umgehung schützt die unmittelbaren Anwohnerinnen und Anwohner vor Lärm. Wegen der neuen Trassenführung entfallen zwei Bahnübergänge der Bahnstrecke Gießen–Gelnhausen.

Um den Naturraum zu schützen, wird ein 16.000 Kubikmeter fassender Retentionsraum geschaffen, der bei Überschwemmung das Wasser zurückhält. Darüber hinaus werden nicht mehr benötigte Verkehrsflächen entsiegelt und ein zehn Meter breiter Uferschutzstreifen in Teilbereichen und dort auf beiden Seiten des Seemenbachs angelegt. 

Prognosen gehen davon aus, dass künftig täglich bis zu 14.500 Fahrzeuge die neue Umgehung nutzen. Gleichzeitig wird im Zuge der B 457 eine verkehrssichere und leistungsfähige, regional bedeutende Verbindung aus dem Wetteraukreis ins Rhein-Main-Gebiet geschaffen.

Das Bauprojekt mit einem Investitionsvolumen von insgesamt ca. 26,7 Mio. Euro wurde planmäßig fertiggestellt. Den Großteil der Gesamtkosten investierte die Bundesrepublik Deutschland mit 25,2 Mio. Euro. Auf das Land Hessen entfallen ca. 150.000 Euro in Verbindung mit der Landesstraße 3195. Auch die Deutsche Bahn AG ist mit rund 1,4 Mio. Euro – insbesondere für die Eisenbahnbrücken – ebenfalls an der Maßnahme beteiligt.

 

Quelle: Pressemitteilung des Hessischen Ministeriums Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen




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