Montag, 22. Juni 2020

Straßenbauverwaltung Hessen Mobil wird neu organisiert

Autobahnen gehen zum Bund - eigene Abteilung für Radverkehr

Hessens Landesstraßenbaubehörde Hessen Mobil steht vor einer der größten Organisationsreformen ihrer Geschichte. Zum 1. Januar 2021 geht die Verantwortung für Bau und Betrieb der Bundesautobahnen von der Verantwortung der Länder in die Verantwortung der bundeseigenen Autobahn GmbH über. Die Verantwortung für Bundes- und Landesstraßen bleibt bei Hessen Mobil. In den letzten Jahren hat Hessen Mobil immer mehr Verantwortung für die Förderung von Schienen- und Radwegeprojekten übernommen. Der Übergang der Autobahnen an den Bund nutzt Hessen Mobil daher für eine umfassende Neuorganisation und erhält unter anderem erstmals eine eigene Abteilung für Mobilität und Radverkehr. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir am Montag mit. „Wir nutzen den Übergang der Autobahnaufgaben auf den Bund zum 1. Januar 2021 für eine Neuausrichtung im Sinne der Verkehrswende“, sagte der Minister. 

Bislang hat Hessen Mobil im Auftrag des Bundes das rund 1.000 Kilometer umfassende Autobahnnetz in Hessen unterhalten und betrieben. Vom kommenden Jahr an übernimmt der Bund die alleinige Verantwortung. Damit wechseln mehr als 900 der etwa 3.500 Beschäftigten zur Autobahn GmbH des Bundes sowie zum Fernstraßen-Bundesamt. Die verbleibenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind für Bundesstraßen, Landesstraßen und Kreisstraßen zuständig, erhalten aber auch neue Aufgaben, die über den Straßenbau und -betrieb hinausweisen. 

„Um eine hohe Akzeptanz bei den Beschäftigten von Hessen Mobil zu erreichen, waren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die Teilprojekte des Umstrukturierungsprozesses eingebunden und die Beschäftigten wurden regelmäßig  informiert“, sagte Professor Gerd Riegelhuth, Präsident von Hessen Mobil. 

„Verkehrsträger lassen sich nicht mehr isoliert betrachten und managen“, betonte Minister Al-Wazir. „Dies ist auch in der Organisationsstruktur bei Hessen Mobil abzulesen: Die neue Abteilung wird Themen wie Schienenverkehr, ÖPNV, Netzkonzepte, Radverkehr, Nahmobilität und Verkehrssicherheit in den Blick nehmen. Zwei weitere Abteilungen ‚Planung und Bau‘ sowie ‚Betrieb und Verkehr‘ werden die klassischen Aufgaben einer Straßen- und Verkehrsverwaltung wahrnehmen. Der derzeitige Zuschnitt wird mit allen Standorten beibehalten. Auch in den sechs Regionen wird es Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für die Kommunen und die örtlichen Belange geben.“ 

Der Minister verwies auch auf die erfolgreiche Sanierungsoffensive für den Landesstraßenbau, die seit 2016 läuft und noch in diesem Jahr fortgeschrieben werden soll. Darüber hinaus werde der Radverkehr an Bedeutung gewinnen: „Das Fahrrad wird als Alltagsverkehrsmittel immer beliebter. Die Infrastruktur muss dem folgen. Bis 2024 wollen wir insgesamt 244 Millionen Euro in die Verbesserung des Fuß- und Radverkehrs in Hessen investieren – das ist ein neuer Rekord.“ 

„Um den Bau von Radwegen zu beschleunigen, werden bei Hessen Mobil 20 neue Stellen eingerichtet“, so Professor Riegelhuth. „Davon sind allein 18 für eine Task Force Radwege vorgesehen. Wir wollen die Planung von Radwegen deutlich voranbringen. Hessen Mobil ist schon jetzt weit mehr als nur eine Straßenbauverwaltung und wird in Zukunft zusätzlich zur Verantwortung für Bundes- und Landesstraßen nicht nur die wachsende Förderung von Bus- und Bahninfrastruktur abwickeln, sondern auch den Radverkehr stärker fördern.“  

Die künftige Organisationsstruktur von Hessen Mobil finden Sie hier.

Homepage Hessen Mobil: https://mobil.hessen.de/  

Mehr zum Radwegebau in Hessen: https://wirtschaft.hessen.de/sites/default/files/media/hmwvl/200525_faq_radwege.pdf  

Quelle: Pressemitteilung Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen




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